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AVIF lässt sich nicht öffnen: In welches Format umwandeln? JPG, PNG und WEBP im Vergleich
Vergleich

AVIF lässt sich nicht öffnen: In welches Format umwandeln? JPG, PNG und WEBP im Vergleich

5 Min. Lesezeit

Das Problem liegt nicht an der Datei, sondern an der Umgebung

Sie haben eine AVIF-Datei, und irgendwo funktioniert sie nicht. Doch „irgendwo funktioniert sie nicht" ist unpräzise — und die richtige Wahl des Zielformats hängt genau davon ab, wo sie nicht funktioniert.

Eine AVIF-Datei kann sich auf einem alten Telefon nicht öffnen lassen, sie kann von einem aktuellen, aber streng konfigurierten E-Commerce-Backend abgelehnt werden, und sie kann von einem zehn Jahre alten Desktop-Programm schlicht nicht erkannt werden. Für diese drei Szenarien lautet die richtige Antwort nicht gleich.

In diesem Beitrag betrachten wir die drei Kandidaten — JPG, PNG und WEBP — in einem ehrlichen Vergleich.

Die Kandidaten im Überblick

JPG. Verlustbehaftet, 8 Bit, keine Transparenz, RGB. Seit über dreißig Jahren im Umlauf, und praktisch alles liest es. Bei fotografischen Inhalten durchaus gut, bei Inhalten mit scharfen Kanten schwach.

PNG. Verlustfrei, mit Alphakanal, universell unterstützt. Hervorragend für Grafiken, Screenshots und Bilder mit Text. Bei Fotos wird die Dateigröße sehr hoch.

WEBP. Die erste Generation der modernen Formate. Kleiner als JPG, mit verlustbehaftetem und verlustfreiem Modus, unterstützt Transparenz. Die Unterstützung in aktuellen Browsern ist sehr breit; die Unterstützung durch Desktop-Werkzeuge ist besser als bei AVIF, aber schwächer als bei JPG und PNG.

AVIF (die Quelle). Die neue Generation. Bei gleicher Bildqualität in der Regel deutlich kleiner als JPG — die oft genannte grobe Halbierung ist eine Näherung und variiert je nach Inhalt. Auch gegenüber WEBP meist effizienter. Unterstützt Transparenz, HDR und hohe Bittiefen. Seine Schwäche ist die Verbreitung.

Die Entscheidung hängt von der Ursache des Problems ab

Wenn das Problem ein altes Gerät oder ein altes Programm ist

Antwort: JPG oder PNG.

WEBP empfehlen wir in diesem Szenario nicht. Ein altes Telefon oder ein zehn Jahre alter Bildbetrachter erkennt womöglich auch WEBP nicht. In einer solchen Umgebung ist kein Mitglied der modernen Formatfamilie sicher.

Ist der Inhalt fotografisch und ohne Transparenz: JPG. Gibt es Transparenz oder hat der Inhalt scharfe Kanten: PNG.

Wenn das Problem ein Upload-Formular oder ein Backend ist

Antwort: Sehen Sie in die Liste der akzeptierten Formate.

Viele E-Commerce- und Content-Management-Systeme prüfen Dateitypen über eine Positivliste. Diese Liste enthält häufig JPG und PNG, manchmal WEBP, selten AVIF. In der Dokumentation des Backends oder im Hinweistext neben dem Upload-Feld steht diese Information meist ausdrücklich.

Enthält die Liste WEBP und ist Ihnen die Dateigröße wichtig, ist WEBP ein sinnvoller Mittelweg. Enthält sie es nicht, kehren Sie zu den Klassikern zurück.

Wenn das Problem ein Bildbearbeitungsprogramm ist

Antwort: PNG.

Wenn Sie das Bild bearbeiten wollen, ist es die richtige Praxis, in einem verlustfreien Format zu arbeiten. In einem verlustbehafteten Format fügt jeder Speichervorgang eine neue Generation von Qualitätsverlust hinzu; bei PNG entsteht diese Anhäufung nicht. Der sauberste Ablauf besteht darin, AVIF in PNG umzuwandeln, die Bearbeitung dort vorzunehmen und am Ende zusätzlich das Auslieferungsformat zu erzeugen.

Wenn es um die Weitergabe geht und Sie den Empfänger nicht kennen

Antwort: JPG.

Bei Unsicherheit gewinnt das älteste und am weitesten verbreitete Format. Bei fotografischen Inhalten bietet JPG nach wie vor ein vernünftiges Verhältnis von Qualität und Größe, und das Risiko einer Ablehnung ist praktisch gleich null. Halten Sie bei der Umwandlung die Qualitätseinstellung hoch, denn Sie wechseln von verlustbehaftet zu verlustbehaftet und fügen damit eine zweite Verlustgeneration hinzu.

Sprechen wir Klartext über den Qualitätsverlust

Die Wahl des Ziels hat eine Dimension, die gern übersehen wird: Keine Umwandlung ist umsonst.

AVIF → JPG: Von verlustbehaftet zu verlustbehaftet. Eine zweite Kompressionsgeneration kommt hinzu. Bei hoher Qualitätseinstellung ist der Unterschied bei den meisten Bildern nicht auszumachen, aber er ist nicht null. Transparenz geht verloren.

AVIF → PNG: Von verlustbehaftet zu verlustfrei. Es kommt kein neuer Verlust hinzu, aber die vorhandenen Artefakte bleiben unverändert erhalten — PNG repariert sie nicht, es friert sie ein. Die Datei wird deutlich größer. Transparenz bleibt erhalten.

AVIF → WEBP: Von verlustbehaftet zu verlustbehaftet (sofern Sie nicht im verlustfreien Modus speichern). Wie bei JPG entsteht eine zweite Verlustgeneration, aber da WEBP effizienter ist, bleibt die Datei bei gleicher Bildqualität kleiner. Transparenz bleibt erhalten.

Keine dieser Optionen verbessert die Qualität. Das sei ausdrücklich noch einmal gesagt, denn die Erwartung, ein Formatwechsel werde das Bild verbessern, ist ein sehr verbreiteter Irrtum.

Statt einer Übersichtstabelle drei Sätze

Bei Transparenz: PNG. Wenn Sie ein Foto an jemanden schicken, den Sie nicht kennen: JPG. Wenn das Problem allein an einem aktuellen, aber wählerischen Werkzeug liegt und Sie die Dateigröße halten wollen: WEBP.

Und eine letzte Anmerkung: Löschen Sie die ursprüngliche AVIF-Datei nicht. Alle diese Formate lassen sich aus ihr erzeugen, umgekehrt aber nicht. Wenn Sie merken, dass Sie das falsche Ziel gewählt haben, wollen Sie zur sauberen Quelle zurückkehren können.

Fazit

Dass sich AVIF nicht öffnen lässt, ist kein Dateiproblem, sondern ein Ökosystemproblem, und die Lösung hängt davon ab, in welchem Ökosystem Sie hängenbleiben. Bei alter Hardware und Software gibt es keine Alternative zu JPG und PNG. In aktuellen, aber wählerischen Systemen findet WEBP eine gute Balance zwischen Effizienz und Kompatibilität. In jedem Fall kann der Transparenzbedarf Ihre Entscheidung im Alleingang bestimmen; wird ein Alphakanal benötigt, scheidet JPG aus. Denken Sie bei Ihrer Entscheidung daran, dass keine Umwandlung Qualität hinzugewinnt, manche aber stillschweigend Qualität kostet.

Häufig gestellte Fragen

Welches Format bietet die höchste Kompatibilität?

JPG und PNG liegen hier mit deutlichem Abstand vorn; beide gibt es seit Jahrzehnten, und praktisch jedes Gerät, jedes Betriebssystem und jedes Programm liest sie. Vom Menü eines uralten Druckers bis zum unternehmensweiten Dokumentensystem funktionieren sie überall. WEBP wird von aktueller Software sehr breit unterstützt, kann aber besonders bei älterer Desktop-Software und manchen Upload-Formularen noch immer Probleme bereiten. Wenn Sie die Umgebung des Empfängers überhaupt nicht kennen, sind JPG oder PNG die sicherste Wahl.

Ergibt eine Umwandlung nach WEBP überhaupt Sinn, ist das nicht auch ein modernes Format?

Es gibt Fälle, in denen es Sinn ergibt. Da WEBP eine Generation älter ist als AVIF, hat sich die Unterstützung in Browsern und Werkzeugen breiter etabliert; manche Content-Management-Systeme und Bildbearbeitungsprogramme, die AVIF ablehnen, öffnen WEBP problemlos. Zugleich bleibt es kleiner als JPG und unterstützt Transparenz, behält also einen erheblichen Teil der Vorteile von AVIF. WEBP ist ein guter Mittelweg, wenn Ihr Kompatibilitätsproblem an einem bestimmten, aktuellen Werkzeug hängt; liegt es an alten Geräten oder alter Software, reicht es nicht aus.

Welche Möglichkeiten habe ich, wenn mein Bild Transparenz enthält?

PNG und WEBP unterstützen den Alphakanal, JPG nicht. Die sicherste Wahl ist PNG, denn es lässt sich in jeder Umgebung öffnen und bewahrt die Transparenz vollständig; der Preis dafür ist eine größere Datei. WEBP bietet dieselbe Transparenz bei kleineren Dateien, setzt aber voraus, dass die Software auf der Gegenseite das Format kennt. Falls Sie doch nach JPG umwandeln müssen, sollten Sie wissen, dass transparente Bereiche mit einer Volltonfarbe gefüllt werden — was die meisten Logos oder freigestellten Produktbilder unbrauchbar macht.

Wäre es nicht besser, statt umzuwandeln einfach mein Programm zu aktualisieren?

Wenn das Problem an einem einzigen Programm liegt und eine aktuelle Version davon AVIF unterstützt, dann ja: Ein Update ist die sauberere Lösung, weil dabei kein Neukodierungsverlust entsteht. Liegt das Problem aber nicht bei Ihnen, sondern auf der Gegenseite, ist ein Update keine Option — den Rechner der Person, der Sie die Datei schicken, können Sie nicht verwalten. Dasselbe gilt für Upload-Formulare mit Dateityp-Beschränkungen. In diesen Fällen ist die Umwandlung der einzige praktikable Weg.

Probieren Sie es gleich mit AVIF → PNG Dönüştür aus.

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