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Von BMP zu JPG oder PNG? Wofür sollten Sie sich entscheiden?
Vergleich

Von BMP zu JPG oder PNG? Wofür sollten Sie sich entscheiden?

4 Min. Lesezeit

Dieselbe Datei, zwei verschiedene Wege

Sie haben eine BMP-Datei und müssen sie verkleinern. Vor Ihnen liegen zwei sinnvolle Ziele: JPG und PNG. Im Internet werden die beiden meist mit „JPG ist klein, PNG ist hochwertig" zusammengefasst, doch diese Zusammenfassung ist so grob, dass sie Sie bei einer BMP-Umwandlung zur falschen Entscheidung führen kann.

Die richtige Antwort hängt an einer einzigen Frage: Was steckt in Ihrer BMP-Datei?

In diesem Beitrag beantworten wir diese Frage anhand konkreter Beispiele und vergleichen, was die beiden Wege tatsächlich einbringen und was sie kosten.

Die beiden Umwandlungen sind grundverschieden

Klären wir zunächst den mechanischen Unterschied, denn der Rest des Vergleichs baut darauf auf.

BMP → PNG ist ein Wechsel von verlustfrei zu verlustfrei. Beide Formate speichern die Pixelwerte exakt. Der Unterschied besteht darin, dass PNG diese Werte klug komprimiert: Es erkennt wiederkehrende Muster und die Ähnlichkeit benachbarter Pixel und gewinnt so Platz. Das Ergebnis ist ein exakt identisches Bild in einer deutlich kleineren Datei. Sie verlieren nichts.

BMP → JPG ist ein Wechsel von verlustfrei zu verlustbehaftet. JPG berechnet und verwirft die Informationen, die das menschliche Auge kaum wahrnimmt. Die Datei wird noch kleiner als bei PNG, aber die verworfenen Daten kommen nicht zurück. Dieser Vorgang ist eine Einbahnstraße.

Bei PNG gibt es also keinen Preis, bei JPG schon. Ob es sich lohnt, diesen Preis zu zahlen, hängt vom Inhalt ab.

Entscheidungstabelle nach Inhalt

Fotos und fotoähnliche Inhalte

Natürliche Texturen, weiche Farbübergänge, Schatten, Hauttöne — kurz gesagt alles, was aussieht, als käme es aus einer Kamera.

Gewinner: JPG. Für genau diese Inhalte wurde JPG entwickelt. Der Kompressionsalgorithmus arbeitet bei kontinuierlichen Farbwechseln äußerst effizient und verkleinert die Datei bei vernünftigen Qualitätseinstellungen erheblich, ohne einen sichtbaren Verlust zu hinterlassen. Die PNG-Fassung desselben Fotos wird deutlich größer, und für diese Größe gewinnen Sie in der Praxis keine wahrnehmbare Qualität.

Screenshot, Oberflächenaufnahme, Text

Menüs, Schaltflächen, Tabellen, Programmfenster, gescannte Textseiten.

Gewinner: PNG, und zwar deutlich. Hier verliert JPG gleich an zwei Fronten. Erstens bei der Qualität: Die JPG-Kompression erzeugt rund um scharfe Buchstabenkanten graue Schatten, sogenanntes Ringing, und zeichnet feine Linien in der Oberfläche weich. Das Ergebnis ist lesbar, wirkt aber schmutzig. Zweitens bei der Größe: Screenshots bestehen aus großen einheitlichen Farbflächen, und PNG komprimiert diese Flächen ausgesprochen effizient. Bei solchen Inhalten ist PNG also meist zugleich sauberer und kleiner. Das BMP nach PNG umzuwandeln ist in diesem Szenario die unstrittig richtige Entscheidung.

Logo, Icon, Zeichnung, Diagramm

Wenige einheitliche Farben, scharfe Kanten, klare Konturen.

Gewinner: PNG. Dieselbe Logik wie beim Screenshot gilt hier sogar noch stärker. Einheitliche Farbflächen sind für PNG ideal; JPG hinterlässt dagegen rund um scharfe Konturen sichtbare Unschärfe. Ein Logo als JPG aufzubewahren heißt, bei jeder Verwendung eine beschädigte Kopie zu benutzen.

Bilder mit Transparenz

Gewinner: PNG, ohne Alternative. JPG unterstützt keinen Alphakanal. Transparente Bereiche werden mit einer Volltonfarbe gefüllt, und das lässt sich nicht rückgängig machen. Da die Alpha-Unterstützung in BMP ohnehin uneinheitlich ist, prüfen Sie zunächst, ob Ihre Datei tatsächlich transparente Bereiche enthält — falls ja, ist die Entscheidung eindeutig.

Bilder, die später bearbeitet werden

Gewinner: PNG. Der Verlust bei JPG ist kumulativ: Bei jedem Öffnen und Speichern wird die Kompression erneut angewendet, und die Verschlechterung häuft sich an. Die Datei, an der Sie arbeiten, verlustfrei zu halten verhindert, dass die Qualität während der Bearbeitung still und leise dahinschmilzt.

Wenn Sie sich nicht entscheiden können

Es gibt eine praktische Regel: Wählen Sie im Zweifel PNG.

Der Grund ist einfach. Weil PNG verlustfrei ist, kostet eine falsche Entscheidung nichts. Sagen Sie sich später „eigentlich wäre JPG passender gewesen", können Sie aus dem PNG ein JPG erzeugen, und die Kopie in voller Qualität bleibt Ihnen erhalten. Die Gegenrichtung ist dagegen unumkehrbar — ein PNG aus einem JPG zu erzeugen holt die verworfenen Daten nicht zurück, es legt lediglich ein beschädigtes Bild in ein verlustfreies Gefäß.

In vielen Fällen ist es am effizientesten, beides zu erzeugen: PNG als Archivkopie, JPG als Weitergabekopie. Sobald beide vorliegen, können Sie das ursprüngliche BMP beruhigt löschen, denn das PNG transportiert sämtliche Pixelinformationen daraus auf weit weniger Speicherplatz.

Was keine der beiden Optionen leistet

Eine letzte Anmerkung der Ehrlichkeit halber: Keiner dieser beiden Wege verbessert Ihr Bild.

Da BMP unkomprimiert ist, bewahrt es genau die Qualität, die darin steckt. Ist die Datei unscharf, niedrig aufgelöst oder war sie bereits an der Quelle beschädigt, wird PNG diese Mängel verlustfrei bewahren und JPG obendrein noch etwas Verlust hinzufügen. Die Formatwahl bestimmt die Größe und das Speicherverhalten; nicht das Bild selbst.

Fazit

Bei Fotos JPG, bei allem anderen PNG. Bei Transparenz PNG. Wenn bearbeitet wird, PNG. Wenn Sie unsicher sind, PNG. Setzen Sie JPG als bewusste Entscheidung ein, und zwar bei fotografischen Inhalten, bei denen Sie die kleinstmögliche Datei wirklich brauchen — und im Bewusstsein, dass diese Datei nun die endgültige Fassung ist.

Häufig gestellte Fragen

Ist PNG immer größer als JPG?

Nein, das ist ein verbreiteter Irrtum. PNG ist nur bei fotografischen Inhalten größer als JPG, weil die kontinuierlichen Farbwechsel in Fotos dem verlustfreien Kompressionsverfahren von PNG nicht entgegenkommen. Bei Screenshots, Oberflächenaufnahmen, Logos, Diagrammen und Grafiken mit einheitlichen Farbflächen fällt PNG dagegen häufig kleiner aus als JPG. Der Inhaltstyp bestimmt das Größenergebnis also unmittelbar; eine pauschale Regel gibt es nicht.

Was soll ich wählen, wenn ich unsicher bin?

Wählen Sie im Zweifel PNG. PNG ist verlustfrei, bewahrt die Pixel Ihres BMP also eins zu eins, und eine falsche Entscheidung kostet Sie nichts. Sie können es sich später anders überlegen und aus dem PNG ein JPG erzeugen — die Kopie in voller Qualität bleibt Ihnen dabei erhalten. In der Gegenrichtung haben Sie diese Chance nicht: Erzeugen Sie ein PNG aus einem JPG, kommen die verworfenen Daten nicht zurück, Sie haben lediglich ein beschädigtes Bild in ein verlustfreies Gefäß gelegt. Bei Unsicherheit die umkehrbare Option zu wählen ist immer richtig.

Kann ich einfach beides erzeugen?

Ja, und in vielen Fällen ist das der sinnvollste Ansatz. Behalten Sie das PNG als Archiv- und Bearbeitungskopie und erzeugen Sie das JPG für die Weitergabe und die Webnutzung. So haben Sie sowohl eine verlustfreie Kopie in voller Qualität als auch eine Datei, die sich leicht versenden lässt. Das ursprüngliche BMP können Sie danach bedenkenlos löschen, denn das PNG bewahrt sämtliche Pixelinformationen daraus auf weit weniger Speicherplatz.

Was soll ich wählen, wenn das BMP Transparenz enthält?

PNG, ohne zu zögern. JPG unterstützt Transparenz überhaupt nicht; wandeln Sie ein Bild mit Alphakanal nach JPG um, werden die transparenten Bereiche mit einer Volltonfarbe gefüllt, meist Weiß oder Schwarz, und das lässt sich nicht rückgängig machen. Da die Alpha-Unterstützung in BMP ohnehin uneinheitlich ist, lohnt es sich, zunächst zu prüfen, ob das Bild tatsächlich transparente Bereiche enthält. Ist Transparenz vorhanden und muss sie erhalten bleiben, ist PNG das einzig gültige Ziel.

Probieren Sie es gleich mit BMP → JPG Dönüştür aus.

BMP → JPG Dönüştür ausprobieren