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N-up: Wie legt man mehrere PDF-Seiten auf ein einziges Blatt?
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N-up: Wie legt man mehrere PDF-Seiten auf ein einziges Blatt?

7 Min. Lesezeit

Sie wollen eine Präsentation mit dreißig Seiten drucken, aber keine dreißig Blatt Papier verbrauchen. Oder Sie brauchen einen kompakten Ausdruck, um eine Codeliste durchzusehen, oder müssen die Seitenzahl verringern, um einen Entwurf mitnehmen zu können. Genau dafür gibt es N-up: Es platziert mehrere PDF-Seiten in einem Raster auf einem einzigen Blatt.

Was N-up tut und was nicht

Der N-up-Vorgang verkleinert die Quellseiten und platziert sie auf einem neuen Blatt. Sagen Sie "4-up", werden vier Quellseiten als 2×2-Raster auf ein Ausgabeblatt angeordnet. Ihre Seitenzahl sinkt auf ein Viertel.

Ebenso wichtig ist, was es nicht tut:

  • Es ändert den Inhalt nicht. Der Text fließt nicht neu um, Zeilenumbrüche bleiben gleich. Jede Miniseite ist eine verkleinerte, vollständige Kopie der Originalseite.
  • Es verkleinert die Datei nicht. Der gesamte Inhalt ist weiterhin vorhanden, nur auf weniger Blätter gedrängt. Die Größe bleibt meist gleich oder steigt leicht.
  • Es erzeugt keine Broschüre. N-up und Broschürenlayout (Booklet) sind verschiedene Dinge. In einer Broschüre werden die Seiten so angeordnet, dass sie nach dem mittigen Falzen in der richtigen Reihenfolge zu lesen sind (auf dem ersten Blatt etwa 8 und 1, auf der Rückseite 2 und 7). N-up ordnet dagegen in gerader Reihenfolge an.

Schritt 1: Entscheiden Sie, wie viele Seiten Sie unterbringen

Das ist die wichtigste Entscheidung, und das Einzige, was die richtige Antwort bestimmt, ist die Schriftgröße des Quelldokuments.

Eine einfache Rechnung: Beim N-up-Vorgang schrumpft jede Seite etwa im Verhältnis 1/√N. Bei 4-up beträgt die lineare Verkleinerung 1/2; Text mit 11 Punkt wirkt also wie 5,5 Punkt. Bei 9-up sinkt sie auf 1/3, und aus 11 Punkt werden 3,7 Punkt – unlesbar.

| Layout | Lineare Verkleinerung | Text mit 11 Punkt | Folie mit 14 Punkt | Geeigneter Einsatz | |---|---|---|---|---| | 2-up | ca. 1/1,4 | ca. 7,8 pt, lesbar | ca. 10 pt, bequem | Textdokumente, Entwürfe | | 4-up | ca. 1/2 | ca. 5,5 pt, anstrengend | ca. 7 pt, lesbar | Präsentationen, Durchsicht | | 6-up | ca. 1/2,4 | ca. 4,5 pt, unlesbar | ca. 5,8 pt, anstrengend | Miniaturansichten von Folien | | 9-up | ca. 1/3 | unlesbar | ca. 4,7 pt, unlesbar | Nur zur optischen Vorschau |

Die praktische Regel: Gehen Sie bei textdichten Dokumenten nicht über 2-up hinaus. Präsentationsfolien haben große Schriften und wenig Text und vertragen deshalb 4-up, manchmal sogar 6-up. Bei Codelisten funktioniert 2-up meist gut, weil Codeseiten in der Regel halb leer sind.

Eine realistische Testmethode: Wollen Sie 4-up ausprobieren, extrahieren Sie zuerst nur einige Seiten, setzen sie in 4-up, drucken sie aus und vergewissern sich, dass Sie sie wirklich lesen können. Ein Ausdruck, der am Bildschirm lesbar wirkt, kann auf Papier unlesbar sein – besonders bei dünnen Schriften und auf Nicht-Laserdruckern.

Schritt 2: Wählen Sie die Seitenausrichtung richtig

Dieser Schritt ist die häufigste Ursache für Papierverschwendung und schlecht aussehende Ausdrucke.

Sind Ihre Quellseiten im Hochformat (Porträt, normales A4):

  • Machen Sie das Ausgabeblatt für 2-up quer. Zwei Hochformatseiten passen nebeneinander hübsch auf ein Querformatblatt.
  • Für 4-up kann die Ausgabe hoch bleiben. Ein 2×2-Raster wirkt auf einem Hochformatblatt ausgewogen.

Sind Ihre Quellseiten im Querformat (bei Präsentationsfolien meist der Fall):

  • Wählen Sie für 2-up eine hochformatige Ausgabe. Zwei Querformatfolien passen untereinander auf ein Hochformatblatt.
  • Für 4-up liefert eine querformatige Ausgabe das bessere Ergebnis.

Was passiert bei falscher Ausrichtung? Der Inhalt passt, doch rundherum bleiben große leere Flächen. Setzen Sie beispielsweise Hochformatseiten im 2-up-Layout auf ein Hochformatblatt, kommen die beiden Seiten untereinander zu liegen und schrumpfen dabei stark; an den Seiten entstehen breite weiße Streifen. Sie sparen zwar Papier, geben aber unnötig Lesbarkeit auf.

Schritt 3: Führen Sie den Vorgang durch

Öffnen Sie das N-up-Werkzeug, laden Sie Ihr PDF hoch und wählen Sie Rasteranordnung und Seitenausrichtung. Die Verarbeitung läuft in Ihrem Browser – Ihre Datei wird nicht an einen Server gesendet.

Worauf Sie bei der Ausgabe achten sollten:

Wenn die Seitenzahl nicht aufgeht. Setzen Sie ein Dokument mit 30 Seiten in 4-up, ergeben sich 8 Blätter, und auf dem letzten Blatt bleiben zwei Miniplätze leer. Das ist normal und kein Problem.

Ränder. Die Quellseiten haben bereits Ränder, und diese schrumpfen bei N-up ebenfalls, verschwinden aber nicht. Am Ende entstehen weiße Flächen zwischen den Miniseiten. Das hilft der Lesbarkeit – es verhindert, dass die Seiten ineinander übergehen.

Reihenfolge. Die Standardanordnung verläuft von links nach rechts und dann nach unten: Bei 4-up steht links oben 1, rechts oben 2, links unten 3 und rechts unten 4. Das entspricht der lateinischen Leserichtung.

Schritt 4: Kontrolle vor dem Druck

Weil der eigentliche Zweck von N-up das Drucken ist, ist dieser Schritt wirklich wichtig:

Sehen Sie sich die Druckvorschau an. Rufen Sie mit Strg+P die Vorschau auf und vergewissern Sie sich, dass die Einstellung "An Seite anpassen" oder "Skalieren" ausgeschaltet ist. Verkleinert der Druckertreiber die Datei ein weiteres Mal, sinkt die Lesbarkeit erheblich.

Geraten Sie nicht mit der eigenen N-up-Funktion des Druckers in Konflikt. Die meisten Druckertreiber haben eine Einstellung "Seiten pro Blatt". Haben Sie die Datei bereits in 4-up gesetzt und ist im Drucker zusätzlich 2 Seiten pro Blatt gewählt, ergibt sich 8-up, und nichts ist mehr lesbar. Vergewissern Sie sich, dass diese Einstellung im Treiber auf 1 steht.

Drucken Sie ein Testblatt. Drucken Sie besonders ab 4-up keine 100 Seiten, bevor Sie nicht auf echtem Papier gesehen haben, dass Sie es wirklich lesen können.

Denken Sie an beidseitigen Druck. Kombinieren Sie N-up mit beidseitigem Druck, verdoppelt sich die Ersparnis: 4-up plus beidseitig ergibt 8 Seiten pro Blatt, ein Dokument mit 80 Seiten schrumpft also auf 10 Blätter.

Die Rechnung zur Papierersparnis

An einem konkreten Beispiel:

| Methode | Dokument mit 100 Seiten | Blätter | |---|---|---| | Normal, einseitig | 100 Seiten | 100 | | Normal, beidseitig | 100 Seiten | 50 | | 2-up, einseitig | 50 Blätter | 50 | | 2-up, beidseitig | 50 Blätter | 25 | | 4-up, beidseitig | 25 Blätter | 13 |

4-up plus beidseitig senkt den Papierverbrauch auf ein Achtel. Doch vergessen Sie nicht: Die Lesbarkeit sinkt im selben Verhältnis. Einen Vertrag in 4-up zu drucken ist sinnlos; die Sprecherkopie einer Präsentation in 4-up zu drucken ist äußerst sinnvoll.

Wann man kein N-up machen sollte

  • Bei rechtlichen, offiziellen oder zu unterschreibenden Dokumenten. Ein verkleinerter Vertrag wirkt nicht gültig und ist nicht lesbar.
  • Bei ohnehin kleingedruckten Dokumenten. Fußnotenreiche wissenschaftliche Texte, technische Spezifikationen.
  • Bei Dokumenten mit detaillierten Abbildungen und Diagrammen. Achsenbeschriftungen und Datenpunkte werden unlesbar.
  • Mit dem Ziel, die Dateigröße zu senken. Das leistet N-up nicht; dafür ist ein Komprimierungswerkzeug da.
  • Zum Lesen am Bildschirm. N-up ist für den Druck gedacht. Lesen Sie am Bildschirm, ist das normale Einzelseitenlayout stets besser.

Zusammengefasst

N-up ist ein wirksames Mittel zur Papierersparnis und zum kompakten Durchsehen – doch es geht einen Handel mit der Lesbarkeit ein. Der Kern der richtigen Anwendung lautet: Sehen Sie sich die Schriftgröße des Quelldokuments an und wählen Sie ein realistisches N (bei dichtem Text 2-up, bei Präsentationen 4-up), stimmen Sie Quell- und Ausgabeausrichtung aufeinander ab, vergewissern Sie sich beim Drucken, dass keine zusätzliche Skalierung und kein zweites N-up angewendet wird, und testen Sie vor einem großen Auftrag ein einzelnes Blatt. Wollen Sie die Dateigröße senken, ist nicht dieses Werkzeug, sondern das Komprimierungswerkzeug das, was Sie suchen.

Häufig gestellte Fragen

Bleibt der Text bei 4-up lesbar?

Das hängt von der Schriftgröße des Quelldokuments ab. Ein normales Word-Dokument mit 11 Punkt wirkt im 4-up-Layout wie etwa 5,5 Punkt – lesbar, aber anstrengend und für längeres Lesen nicht geeignet. Präsentationsfolien ab 14 Punkt lassen sich bei 4-up bequem lesen. Bei textdichten technischen Dokumenten ist es sicherer, nicht über 2-up hinauszugehen.

Verkleinert N-up die Datei?

Meist ändert sich kaum etwas, oder die Datei wächst leicht. Zwar sinkt die Seitenzahl, doch der gesamte Inhalt bleibt in der Datei – er wurde nur auf weniger Blätter gedrängt. Solange Bilder nicht neu skaliert und neu kodiert werden, bleibt die Datenmenge gleich. N-up ist keine Komprimierungsmethode, sondern ein Seitenlayoutvorgang; wollen Sie die Datei verkleinern, verwenden Sie ein Komprimierungswerkzeug.

Was passiert mit Seitenzahlen und Fußzeilen?

Weil sie Teil des Seiteninhalts sind, werden sie verkleinert unverändert übernommen. Auf einem 4-up-Blatt sehen Sie also vier verschiedene Seitenzahlen – die Fußzeile jeder Miniseite steht in ihrer eigenen Ecke. Das kann mitunter verwirren; wollen Sie für die neuen Blätter eine einzige Nummerierung, müssen Sie nach dem N-up ein Werkzeug zum Hinzufügen von Seitenzahlen verwenden.

In welcher Reihenfolge werden die Seiten angeordnet?

Die Standardanordnung verläuft von links nach rechts und dann von oben nach unten: Auf einem 4-up-Blatt steht links oben 1, rechts oben 2, links unten 3 und rechts unten 4. Das entspricht der Leserichtung des lateinischen Alphabets und ist für die meisten Dokumente richtig. Das Broschürenlayout (Booklet) ist völlig anders – dort werden die Seiten so angeordnet, dass sie nach dem Falzen in der richtigen Reihenfolge erscheinen, und das ist nicht dasselbe wie N-up.

Probieren Sie es gleich mit N-up (Çoklu Sayfa) aus.

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