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Wie wandelt man SVG in PDF um? Einstellungen für Größe und Schriften
Anleitung

Wie wandelt man SVG in PDF um? Einstellungen für Größe und Schriften

7 Min. Lesezeit

Sie haben aus einem Gestaltungsprogramm ein SVG exportiert, eine Diagrammbibliothek hat ein SVG erzeugt oder Sie haben ein Vektorlogo zur Hand – und müssen es als PDF weitergeben oder drucken lassen. Die Umwandlung von SVG nach PDF ist technisch ein unmittelbarer Vorgang, weil beide Formate dasselbe Vektormodell teilen, doch in drei Punkten ist Aufmerksamkeit nötig: Seitengröße, Schriften und Farbe.

Warum man nach PDF umwandeln sollte

SVG ist ein hervorragendes Webformat, hat in der Dokumentenwelt aber seine Grenzen:

Weitergabe. Senden Sie eine SVG-Datei per E-Mail, ist unklar, wie der Empfänger sie öffnet. Im Browser öffnet sie sich, per Doppelklick landet sie womöglich in einem Texteditor. PDF verhält sich überall erwartungsgemäß.

Druck. Druckdialoge verarbeiten SVG meist schlecht; Seitengröße und Skalierung bleiben unklar. PDF wurde für den Druck entworfen.

Mehrere Seiten. SVG ist einseitig. Wollen Sie mehrere Grafiken in einem Dokument sammeln, müssen Sie zu PDF wechseln.

Offizielle Dokumente. Dokumente, die an Behörden gehen, archiviert und unterschrieben werden, sind PDFs.

Schritt 1: Klären Sie die Seitengröße Ihres SVG

Das ist der problemträchtigste Punkt der Umwandlung und ein Thema, das vorab gelöst werden muss.

Im Wurzelelement einer SVG-Datei können drei einschlägige Attribute stehen:

<svg width="210mm" height="297mm" viewBox="0 0 595 842">
  • viewBox: Definiert das Koordinatensystem des Inhalts. Kein physisches Maß.
  • width / height: Die Größe in physischen Einheiten oder Pixeln. Mit Einheit (mm, cm, in, pt) oder ohne.

Was bei der Umwandlung geschieht, hängt von diesen Werten ab:

| Was im SVG steht | Was im PDF entsteht | |---|---| | width="210mm" height="297mm" | A4-Seite im richtigen Maß | | width="595" height="842" (ohne Einheit) | Wird als Punkt ausgelegt, ebenfalls A4 | | width="800" height="600" (Pixel) | Etwa 282 × 212 mm, eine seltsame Größe | | Nur viewBox, keine Größe | Der Konverter rät, das Ergebnis schwankt |

Ein praktischer Rat: Geben Sie die Attribute width und height vor der Umwandlung nach PDF ausdrücklich in Millimetern an. Es genügt, die Datei in einem Texteditor zu öffnen und von Hand zu bearbeiten:

<svg width="210mm" height="297mm" viewBox="0 0 595 842" ...>

Diese eine Änderung garantiert, dass das entstehende PDF genau A4 groß ist.

Schritt 2: Lösen Sie das Schriftproblem

SVG-Dateien betten Schriften nicht ein; sie schreiben font-family="Roboto" und erwarten, dass diese Schrift vorhanden ist.

Bei der Umwandlung nach PDF muss der Konverter entscheiden, was er mit dem Text tut:

Wird die Schrift gefunden, wird sie in das PDF eingebettet, und der Text bleibt echter Text – markierbar, durchsuchbar, zugänglich.

Wird sie nicht gefunden, greift der Konverter auf eine ähnliche Schrift zurück. Die Zeichenbreiten ändern sich, die Ausrichtung verrutscht, Zeilen können überlaufen. Besonders bei eigenen und kommerziellen Schriften ist das nahezu sicher.

Es gibt zwei sichere Ansätze:

Wandeln Sie die Texte in Pfade um. Führen Sie im erzeugenden Programm (Illustrator, Inkscape, Figma) den Vorgang "In Pfade umwandeln" aus. Jeder Buchstabe wird zu einer Vektorform, die Schriftabhängigkeit entfällt, und das Aussehen ist garantiert. Der Preis: Der Text lässt sich nicht mehr markieren und durchsuchen.

Installieren Sie die Schrift im System. Ist die Schrift in der Umgebung installiert, in der Sie umwandeln, wird sie korrekt eingebettet. Bei einem im Browser laufenden Werkzeug bedeutet das, dass der Browser auf diese Schrift zugreifen kann.

Das Entscheidungskriterium: Soll das Dokument gelesen und darin gesucht werden, lassen Sie es als Text; wird es nur optisch verwendet oder geht es in den Druck, wandeln Sie in Pfade um.

Schritt 3: Wandeln Sie um

Öffnen Sie das Werkzeug zur Umwandlung von SVG nach PDF und laden Sie Ihre Datei hoch. Die Verarbeitung läuft in Ihrem Browser; die Datei wird nicht an einen Server gesendet.

Wollen Sie viele SVGs in einem PDF zusammenführen: Wandeln Sie jedes einzeln nach PDF um und sammeln Sie sie anschließend mit einem Zusammenführungswerkzeug in einer Datei. Die Seitenreihenfolge steuern Sie beim Zusammenführen.

Schritt 4: Prüfen Sie die Ausgabe

Öffnen Sie das heruntergeladene PDF und gehen Sie folgende Liste durch:

Stimmt die Seitengröße? Sehen Sie in den Dokumenteigenschaften das Seitenmaß nach. Erwarten Sie A4, sollten dort 210 × 297 mm stehen.

Stimmen die Schriften? Sieht der Text so aus wie im SVG? Prüfen Sie besonders Umlaute und Sonderzeichen (ä, ö, ü, ß) – eine fehlende Zeichenunterstützung zeigt sich hier am ehesten.

Passt der Inhalt auf die Seite? Ragt etwas über die Ränder hinaus oder wird abgeschnitten? Das kann passieren, wenn viewBox und width/height nicht zusammenpassen.

Stimmen die Farben? SVG ist RGB-basiert; beim Wechsel nach PDF bleibt es meist RGB. Geht es in den Druck und wird CMYK verlangt, leistet die Umwandlung das nicht – für Ihre Druckerei ist eine eigene Farbumwandlung nötig.

Ist die Transparenz erhalten? opacity und Masken aus dem SVG finden in PDF eine Entsprechung, doch komplexe Filter (Weichzeichner, Schatten und Ähnliches über das <filter>-Element) werden nicht von jedem Konverter gleich verarbeitet. Haben Sie Filter verwendet, prüfen Sie die optischen Unterschiede.

Der Zoomtest. Zoomen Sie im PDF auf 800 %. Bleibt der Inhalt scharf, wurde er als Vektor übernommen. Wird er pixelig, hat der Konverter die Seite womöglich gerastert – eine Notlösung bei manchen komplexen SVGs, die die Druckqualität beeinträchtigt.

Schritt 5: Zusätzliche Vorbereitung, wenn es in den Druck geht

Sie wollen ein aus SVG erzeugtes PDF an eine Druckerei senden. Es gibt drei Lücken, die die Umwandlung nicht schließt:

CMYK. SVG ist RGB; auch das entstehende PDF ist RGB. Die Druckerei verlangt CMYK. Sie müssen die Farbumwandlung in einem Gestaltungsprogramm vornehmen oder sie der Druckerei überlassen – im zweiten Fall nehmen Sie in Kauf, dass die Farben womöglich nicht genau so ausfallen, wie Sie es wünschen.

Anschnitt (Bleed). Gibt es Farbflächen, die bis an den Rand reichen, muss die Gestaltung für die Schnitttoleranz 3 mm über den Rand hinausragen. In SVG gibt es kein solches Konzept; Sie müssen die Zeichenfläche von Anfang an groß genug anlegen, um den Anschnitt einzuschließen.

Schnittmarken. Marken, die der Druckerei zeigen, wo geschnitten wird. Auch diese müssen Sie der Gestaltung von Hand hinzufügen.

Steht ein ernsthafter Druckauftrag an, ist es der verlässlichere Weg, das SVG in ein Gestaltungsprogramm zu übernehmen und dort ein druckfertiges PDF zu erzeugen.

Was verloren geht

Eigenschaften von SVG, die in PDF keine Entsprechung haben, gehen bei der Umwandlung verloren:

| SVG-Eigenschaft | Im PDF | |---|---| | SMIL-/CSS-Animation | Das erste Einzelbild wird festgeschrieben | | JavaScript-Interaktion | Geht verloren | | Mausereignisse (hover, click) | Gehen verloren | | Dynamische Stile per CSS | Werden festgeschrieben | | Manche Filtereffekte | Werden angenähert oder gerastert | | Inhalt in <foreignObject> | Geht meist verloren |

Hyperlinks (<a>-Elemente) werden dagegen von manchen Konvertern in PDF-Linkanmerkungen umgewandelt – eine der seltenen Übertragungen, die funktionieren.

Häufige Fehler

Die Seitengröße nicht angeben. Das häufigste Problem. Ergänzen Sie die Attribute width und height in Millimetern.

Vergessen, die Schrift in Pfade umzuwandeln. Bei einer wichtigen Gestaltung kann eine abweichende Schrift bedeuten, die Arbeit von vorn zu machen.

Für den Druck RGB senden. Die Druckerei verlangt CMYK; bei einer RGB-Datei können die Farben anders gedruckt werden als erwartet.

Mit komplexen Filtern arbeiten. Bei SVGs mit Weichzeichnern, Schatten und Mischmodi kann der Konverter die Seite rastern; das lässt die Vektorschärfe verloren gehen.

Vergessen, viele einzeln gewandelte SVGs zusammenzuführen. Jede Datei wird ein eigenes PDF; das Zusammenführen ist ein eigener Schritt.

Zusammengefasst

Dank des gemeinsamen Vektormodells beider Formate ist die Umwandlung von SVG nach PDF ein verlässlicher Vorgang. Der Erfolg hat drei Bedingungen: die Seitengröße in den Attributen width/height des SVG ausdrücklich in Millimetern anzugeben, die Schriftabhängigkeit zu beseitigen (am besten durch Umwandlung der Texte in Pfade) und bei geplantem Druck CMYK, Anschnitt und Schnittmarken gesondert vorzubereiten. SVGs mit Animation, Interaktion und JavaScript werden statisch – das ist kein Verlust, sondern die Natur von PDF. Nach der Umwandlung vervollständigen die Prüfung von Seitengröße, Sonderzeichen und Schärfe beim Zoomen die Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Wird die in meinem SVG verwendete Schrift ins PDF eingebettet?

Das hängt davon ab, ob der Konverter auf diese Schrift zugreifen kann. Verweist Ihre SVG-Datei auf eine im System installierte Schrift und findet der Konverter sie, wird sie eingebettet. Findet er sie nicht, greift er auf eine ähnliche Schrift zurück, und das Aussehen ändert sich. Der sicherste Weg besteht darin, die Texte vor der Umwandlung nach PDF in Pfade umzuwandeln – dann entfällt die Schriftabhängigkeit vollständig.

Wie steuere ich die Seitengröße des entstehenden PDFs?

Ausschlaggebend sind die Attribute width und height im Wurzelelement des SVG. Geben Sie sie in Millimetern oder Zoll an (width='210mm' height='297mm'), entsteht ein PDF im A4-Format. Gibt es nur eine viewBox und keine Einheitenangabe, legt der Konverter die Benutzereinheiten als Punkt aus, was zu einer unerwarteten Seitengröße führen kann.

Werden Animationen und Interaktionen aus dem SVG ins PDF übernommen?

Nein. PDF ist ein statisches Dokumentformat; SMIL-Animationen, CSS-Animationen, JavaScript-Interaktionen und Mausereignisse aus dem SVG gehen bei der Umwandlung vollständig verloren. Meist wird das erste Einzelbild oder der Ausgangszustand der Animation festgeschrieben. Wollen Sie bewegte Inhalte, ist PDF nicht das richtige Ziel.

Kann ich mehrere SVGs in einem einzigen PDF zusammenführen?

Unmittelbar in einem Schritt ist das meist nicht möglich; jedes SVG wird ein eigenes PDF. Sie können jedoch jedes einzeln nach PDF umwandeln und sie anschließend mit einem Zusammenführungswerkzeug in einer Datei sammeln. Das ist ein gängiger Arbeitsablauf beim Erstellen einer Präsentation oder eines Portfolios, und die Seitenreihenfolge steuern Sie beim Zusammenführen.

Probieren Sie es gleich mit SVG → PDF aus.

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